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Wo kann man günstig Immobilien erwerben ?

Im gesamten Finanzbereich dreht sich fast alles entweder darum, wo und wie man die beste Rendite bei einem Produkt erzielen kann, oder wo man besonders günstige Anlagemöglichkeiten bekommen kann, die oftmals dann auch als Schnäppchen bezeichnet werden. Auch vor der Investition in eine Immobilie macht dieses "Schnäppchen-Denken" keinen Halt. Wenn man sich also die Frage stellt, wo man günstig Immobilien erwerben kann, spielt natürlich auch eine große Rolle, was man im Folgenden mit der erworbenen Immobilie vor hat. Manche Kunden kaufen absichtlich "abbruchreife" Objekte an, um diese im Folgenden zu sanieren und für einen erheblich höheren Preis dann wieder zu veräußern. Solche Immobilien sind in der Regel nicht sehr schwer zu finden, da sich nur wenige Interessenten vorfinden, die bereit sind, in solche Objekte ihr Kapital einzubringen.

Die meisten Immobilien kann man über Internetseiten oder einen Immobilienmakler finden


Grundsätzlich kann man die meisten Immobilien über Internetseiten, auch eine Autoversicherung lässt sich so finden, oder einen Immobilienmakler finden. Um allerdings günstige Immobilien zu finden, die zudem noch gut erhalten sind und ferner Aussicht haben, auch in zehn Jahren noch mindestens den heutigen Wert zu haben, muss man schon etwas länger suchen. Dabei spielt es nicht einmal eine Rolle, ob man die Immobilie selber nutzen möchte und vermieten möchte. Die beste Möglichkeit, um eine günstige Immobilie zu finden, ist noch immer die Zwangsversteigerung von bestimmten Objekten. Eine Zwangsversteigerung erfolgt immer dann, wenn der Eigentümer die Kreditraten für die finanzierte Immobilie nicht mehr aufbringen kann, und die Bank daher diese Zwangsversteigerung in Auftrag gibt. Solche Versteigerungen finden leider immer häufiger in allen größeren Städten in Deutschland statt. Der Vorteil für den Investor und potentiellen Käufer der Immobilie ist natürlich, dass die Häuser und Wohnungen im Rahmen der Zwangsversteigerung zu einem deutlich geringeren Preis angeboten werden, als das Objekt tatsächlich wert ist. Auch im Internet finden man mittlerweile zahlreiche Seiten, auf denen zur Zwangsversteigerung vorgesehene Immobilien angeboten und beschrieben werden. Daher dürfte es zunächst kein Problem sein, ein passendes Objekt zu finden. Die Zwangsversteigerung selber findet dann in den meisten Fällen beim Amtsgericht statt.

Das Zwangsvollstreckungsverfahren

Das Zwangsversteigerungsverfahren läuft immer nach einem festgelegten Muster ab. Zunächst wird durch einen neutralen Gutachter der aktuelle Verkehrswert des zu versteigernden Objektes festgestellt. Nachdem der Verkehrswert festgestellt wurde und der Antrag auf Zwangsvollstreckung gestellt wurde, vergehen oftmals noch ca. 9-12 Monate, bis der Termin dann tatsächlich stattfindet. Der Termin erfolgt in einer öffentlichen "Sitzung", sodass grundsätzlich jeder potente Käufer das Recht zum Mitbieten hat. Die Mindestdauer, während der die Interessenten die Gelegenheit zum Bieten haben müssen, beträgt aktuell 30 Minuten. Der Gläubiger, der zumeist die Zwangsversteigerung angeordnet hat, hat im Folgenden das Recht, vom Höchstbietenden nach erfolgreichem Zuschlag eine Sicherheitsleistung in Höhe von 10 Prozent des festgestellten Verkehrswertes zu verlangen. Dieses geschieht oftmals durch einen Scheck, der von der Bundesbank bestätigt worden ist. Mit dem erfolgten Zuschlag ist der Höchstbietende übrigens mit sofortiger Wirkung neuer Eigentümer der Immobilie.

In Deutschland gibt es pro Jahr 50.000 Zwangsversteigerungstermine

Im Durchschnitt gibt es in Deutschland pro Jahr rund 50.000 Zwangsversteigerungstermine. Jetzt helfen nur noch günstige Kredite. Das man als potentieller Käufer einer Immobilie dort wirklich sehr günstige Objekte erwerben kann, belegt die nachfolgende Zahl eindrucksvoll. So wurde festgestellt, dass im Bundesland Berlin im Jahre 2000 ein durchschnittlicher Preis bei Zwangsversteigerungen erzielt wurde, der lediglich 65 Prozent des Verkehrswertes betrug. Man kann eine Immobilie im Durchschnitt also 35 Prozent preiswerter erhalten, als es bei einem "normalen" Verkauf der Fall wäre. In nicht seltenen Fällen werden Häuser auch nur für die Hälfte des eigentlichen Wertes versteigert, da es den Banken oftmals lieber ist, die Hälfte ihrer Darlehensforderungen zurück zu bekommen, als den kompletten Betrag abschreiben zu müssen. Man muss allerdings als Interessent beachten, dass die Preise auf einer Zwangsversteigerung oftmals auch in die Höhe "getrieben" werden, zumeist vom Schuldner und bisherigen Eigentümer selber, denn dieser ist natürlich daran interessiert, noch so viel Geld wie möglich für seine ehemalige Immobilien zu erhalten.