Der Bausparvertrag und die Immobilie
Wenn man als Anleger in eine Immobilie investieren
möchte, so bieten einem dazu einige Finanzprodukte die Möglichkeit an. So
kann man dieses zum Beispiel im Rahmen einer Anlage in offene oder
geschlossene Immobilienfonds durchführen. Ferner kann man natürlich auch die
Immobilie direkt erwerben. Der Übergang zwischen Investition, Kapitalanlage
und eigenem Nutzen ist bei den Immobilien häufig sehr gleitend. Es gibt auch
viele Kunden, die jetzt noch gar nicht wissen, ob sie später mal eine eigene
Immobilie besitzen möchten oder diese zumindest als Anlageobjekt nutzen
möchten. Für diese und andere Kunden, welche den späteren Eigenheimbesitz
bereits fest geplant haben, eignet sich auf jeden Fall der Bausparvertrag
als Kapitalanlage. Zudem hat man im Rahmen dieses Sparvertrages immer auch
die Möglichkeit, später ein sehr zinsgünstiges Darlehen zu erhalten, das so
genannte Bauspardarlehen. Doch wie genau funktioniert eigentlich ein
Bausparvertrag und was hat er genau mit dem späteren Immobilienbesitz zu tun
? Eine Bekannte sagte mal zu mir: Bausparen ist wie Horoskope erstellen -
nichts ist sicher, das aber ziemlich! (schauen Sie sich mal meine Horoskop
Seite an, oben dem Link folgen)
Der Bausparvertrag besteht aus zwei Teilen
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Zunächst einmal sollte der Kunde wissen, dass
ein Bausparvertrag immer aus zwei Teilen besteht, die miteinander
verbunden sind. Es handelt sich dabei um einen Sparvertrag, woraus
aber gleichzeitig später auch ein Darlehensvertrag werden kann.
Weder zum Sparen noch zur Kreditaufnahme wird der Bausparer
"gezwungen", allerdings ist das vorherige Sparen sehr wohl eine
Voraussetzung, wenn man in ein paar Jahren das Bauspardarlehen
erhalten möchte. Wenn man sich also entschlossen hat, einen
Bausparvertrag abzuschließen, muss man zunächst einmal zusammen mit
dem Bausparberater die Höhe der Bausparsumme festlegen. Ist die
Höhe festgelegt, dann sollte er als nächstes ein Zinsvergleich anstreben. Beim
Festlegen der Höhe, sollte man sich möglichst genau an den Wünschen
und Vorstellungen orientieren, die man bezüglich der späteren
Nutzung des Vertrages hat. Eine Änderung der Bausparsumme ist zwar
jederzeit möglich, aber dennoch bietet diese die Grundlage für das
eventuell in Anspruch zu nehmende Bauspardarlehen. Wenn man
beispielsweise bei Abschluss des Bausparvertrages bereits sicher
ist, später ein Bauspardarlehen in einer Höhe von mindestens 50.000
Euro zu benötigen, wäre es nicht besonders sinnvoll, einen
Bausparvertrag über eine Summe von zum Beispiel 60.000 Euro
abzuschließen, da dann maximal 30.000 Euro als späteres Darlehen
zur Verfügung stehen würden. Die Höhe des Bauspardarlehens beträgt
je nach Tarif zwischen 50 und 60 Prozent der Bausparsumme.
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Durch den Tarif wird eine bestimmte Sparrate empfohlen
Hat man sich letztendlich für eine bestimmte
Bausparsumme entscheiden, wird durch den Tarif auch direkt eine
bestimmte Sparrate empfohlen, sodass in einer bestimmte Laufzeit
der Bausparvertrag soweit angespart ist, dass man das
Bauspardarlehen beantragen könnte. Hat man das allerdings nicht
vor, so kann man den Bausparvertrag aufgrund möglicherweise zu
erhaltenden staatlichen Prämien und den verschiedenen
Zinsgutschriften auch sehr gut als reinen Sparvertrag nutzen. Der
eigentliche Sinn und Zweck des Bausparvertrages bleibt aber
natürlich nach wie vor das Erwerben von eigenem Wohneigentum bzw.
die Renovierung oder der Umbau von einem schon vorhandenen
Eigenheim. Grundsätzlich wird der Bausparvertrag als Hilfe Nummer
Eins angesehen, wenn es darum geht, den Menschen zu einer eigenen
Immobilie zu verhelfen. Ist die tariflich bestimmte
Mindestspardauer und Mindestansparsumme im Zuge des Bausparens
erreicht, kann der Bausparer nun das zinsgünstige Bauspardarlehen
auch beantragen. Die Höhe der monatlich zu zahlenden Kreditrate ist
ebenfalls im Tarif festgelegt und beträgt in der Regel monatlich
zwischen vier und acht Promille der Bausparsumme. Der Vorteil für
den Bausparer ist, dass sich der Zinssatz nie ändert und er dadurch
eine exzellente Grundlage hat, um die Höhe der monatlichen
Belastungen zu kalkulieren. Deshalb sollten Sie, bevor Sie einen
Vertrag über ein Festgeldkonto eröffnen, ein
Festgeldzinsen Vergleich machen.
An 70 Prozent aller Eigenheimfinanzierungen war auch ein Bausparvertrag beteiligt
Nach Statistiken zu urteilen ist es in Deutschland so, dass an
rund 70 Prozent aller Eigenheimfinanzierungen auch ein
Bausparvertrag beteiligt war. Diese enorm hohe Quote macht nochmals
die sehr enge Verbundenheit zwischen dem Bausparvertrag und der
Immobilie an sich deutlich. Daher kann man grundsätzlich sicherlich
festhalten, dass der Bausparvertrag die günstigste und flexibelste
Möglichkeit zugleich ist, wenn es darum geht, sich eine passende
Baufinanzierung aufzubauen. Oftmals ist es eine sehr sinnvolle
Methode, den Bausparvertrag im Rahmen der Immobilienfinanzierung
noch mit einem Hypothekendarlehen zu kombinieren, da die zu
tätigende Ansparsumme innerhalb des Bausparvertrages ansonsten zu
hoch wäre.
Baufinanzierung
Die eigene Immobilie ist nach wie vor der Deutschen Lieblingskind, ist sie doch ein Zeichen von Unabhängigkeit und Solidität. Zudem setzen viele das Wohnen in den eigenen vier Wänden mit einem Anstieg der Lebensqualität gleich. Aber dies alles hat seinen Preis, und zwar im Schnitt bis zu zehn Bruttojahreslöhnen. Mit so einem immensen Volumen stellt der Bau oder Erwerb einer Immobilie meist die mit Abstand kostspieligste Investition dar, die ein Otto-Normal-Bürger in seinem Leben tätigt. Und die wenigsten Menschen können ihr Immobilienvorhaben vollständig aus ihrem bis dato aufgebauten Kapitalstock finanzieren, so dass eine Baufinanzierung mit anteiligem Fremdkapital auf die Beine zu stellen ist.
Hier ist es wichtig die Baufinanzierung mit den attraktivsten Konditionen zu finden, wobei der Fokus nicht allein auf die Höhe des effektiven Jahreszinses gerichtet sein sollte, sondern zusätzlich auf die Modalitäten der Rückführung des Immobilienkredits. Werden bspw. Sondertilgungen ermöglicht und wenn ja zu welchen Bedingungen oder wie lange ist die Zinsbindungsdauer. Die Höhe des effektiven Jahreszinses ist aber dennoch von entscheidender Bedeutung, da dieser ñ neben der Laufzeit ñ direkt Einfluss auf die monatliche Belastung des Kreditnehmers nimmt. Und bei entsprechendem Volumen kann hier bereits ein marginaler Unterschied von wenigen Zehntel Prozentpunkten in der Summe einer Ersparnis von vielen hundert oder gar tausend Euro gleichkommen. Generell lässt sich sagen, dass die Konditionen besser werden je mehr Eigenkapital in die Baufinanzierung mit eingebracht wird. Aus diesem Grund ist ein intensiver Vergleich verschiedener Anbieter und ihrer Angebote unerlässlich, bevor Kreditnehmer ihre Unterschrift unter einen konkreten Kreditvertrag setzen.
Im Internet stehen angehenden Immobilienbesitzern mit den zahlreichen Vergleichsportalen nützliche Helfer zur Verfügung, die einen guten Überblick über die einzelnen Kreditinstitute und ihrer Angebote bieten. Sollten Kreditnehmer von Anfang an die Absicht haben bei ihrer Hausbank einen Immobilienkredit aufzunehmen, sollte diese dennoch unbedingt im Vorfeld alternative Angebote reinholen, um ihre eigen Verhandlungsposition zu verbessern und so bessere Konditionen für sich durchsetzen zu können. Prinzipiell bewegen sich die Zinsen für eine Baufinanzierung derzeit auf einem denkbar attraktiven Niveau. Dank der intensiven Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB), die es den Banken ermöglichen sich günstiger zu refinanzieren, wurden die Banken in die Lage versetzt Kredite zu historisch günstigen Konditionen anbieten zu können.